Ein fröhliches Vierhaar präsentiert eine lange Liste mit grün markierten Punkten auf einem Flipchart.

Was ist eigentlich ein Fun Fact? Muss er lustig sein? Oder reicht es, wenn er überraschend, kurios oder so interessant ist, dass man ihn beim nächsten Gespräch ungefragt weitererzählen möchte?

Für diese Liste gilt: Nicht jeder Fakt ist ein Schenkelklopfer. Einige sind tatsächlich komisch, andere räumen mit hartnäckigem Unsinn auf. Und manche zeigen, dass Coaching, Hypnose und persönliche Veränderung erheblich vielschichtiger sind, als es die üblichen Drei-Schritte-zum-neuen-Leben-Versprechen vermuten lassen.

Inhalt

  1. Kurioses und Wissenswertes über Coaching
  2. Überraschende Fakten über Hypnose
  3. Merkwürdigkeiten menschlicher Veränderung
  4. Fun Facts über die Lebensmitte und das Älterwerden
  5. Fakten aus meiner eigenen Klarplatz-Welt

Kurioses und Wissenswertes über Coaching

1. Die Berufsbezeichnung Coach ist in Deutschland nicht geschützt.

Man darf sich also Coach nennen, bevor man gelernt hat, Menschen zuzuhören. Eine fundierte Ausbildung, Berufserfahrung und ethische Standards sind freiwillig, für die Qualität aber keineswegs nebensächlich.

2. Eine gut gestaltete Website ist kein Qualifikationsnachweis.

Das gilt übrigens auch für einen beeindruckenden Instagram-Auftritt, eine große Zahl von Follower:innen und ein Foto, auf dem jemand nachdenklich auf einen Berg schaut.

3. Coaching, Beratung und Mentoring sind nicht dasselbe.

In einer Beratung stehen fachliche Empfehlungen im Vordergrund. Beim Mentoring wird vor allem Erfahrungswissen weitergegeben. Coaching soll Menschen dabei unterstützen, eigene Antworten und Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln.

4. In der Praxis können diese Rollen trotzdem ineinander übergehen.

Entscheidend ist nicht, jede Äußerung zwanghaft einer Schublade zuzuordnen. Entscheidend ist, dass beide Seiten wissen, ob gerade gemeinsam gedacht, beraten, Wissen vermittelt oder eine Erfahrung geteilt wird.

5. Coaching besteht nicht nur aus Fragen.

Es gehören auch Zuhören, Strukturieren, Zusammenfassen, Schweigen, Konfrontieren und manchmal das freundliche Unterbrechen einer sehr langen Nebengeschichte dazu.

6. Nicht jede Frage wird durch das Wort „systemisch“ besser.

„Was genau hindert dich daran?“ kann hilfreicher sein als eine kunstvoll verschachtelte Frage über das zukünftige Ich, das innere Kind und die Erwartungen der Großmutter mütterlicherseits.

7. Schweigen kann im Coaching produktiver sein als die nächste Methode.

Für viele Coaches ist das zunächst schwer auszuhalten. Schließlich wird man für die Stunde bezahlt und möchte erkennbar etwas tun. Manchmal besteht die Arbeit jedoch darin, eine Antwort nicht vorschnell zu liefern.

8. Ein Coachingziel kann sich während des Coachings verändern.

Das zuerst genannte Problem ist nicht immer das eigentliche Problem. Gelegentlich ist es nur das Thema, über das sich leichter sprechen lässt.

9. Coaching ist für viele Menschen kein reiner Vollzeitberuf.

Viele Coaches, so auch ich,  verbinden ihre Arbeit mit Training, Beratung, Moderation, Lehre oder einer Festanstellung. Nach der ICF-Studie von 2025 bieten 60 Prozent der befragten Coaches zusätzlich Trainings an, 57 Prozent Beratung, 55 Prozent Moderation und 49 Prozent Mentoring.

10. Rund um Coaching ist eine Milliardenbranche entstanden.

Die International Coaching Federation schätzte den weltweiten Jahresumsatz 2025 auf 5,34 Milliarden US-Dollar. Eine große Branche ist allerdings noch kein Gütesiegel. Auch Unsinn lässt sich hervorragend skalieren.

11. Weltweit soll es inzwischen rund 123.000 Coachpraktiker:innen geben.

Damit gibt es statistisch betrachtet für fast jedes Problem vermutlich mehrere Menschen, die es mit einer eigens benannten Methode lösen möchten.

12. Ein professioneller Coach sollte sich langfristig entbehrlich machen.

Das Ziel ist nicht, dass Klient:innen bei jeder Entscheidung erneut einen Termin brauchen. Sie sollen ihre eigenen Denk- und Handlungsmöglichkeiten erweitern.

13. Nicht jedes Coaching endet mit einer großen Entscheidung.

Manchmal lautet das Ergebnis: Ich entscheide heute noch nicht. Das kann verantwortungsvoller sein als ein hastiger Entschluss, der nur deshalb getroffen wird, damit sich die Sitzung erfolgreich anfühlt.

14. Auch „Ich möchte es im Moment nicht verändern“ kann ein brauchbares Ergebnis sein.

Dann wird zumindest sichtbar, dass das bisherige Verhalten einen Nutzen hat oder dass der Preis der Veränderung derzeit zu hoch erscheint.

15. Coaching ist keine Psychotherapie unter einem moderneren Namen.

Sobald Krankheiten diagnostiziert, behandelt oder gelindert werden sollen, gelten andere rechtliche Voraussetzungen. Eine schicke Umschreibung ändert daran nichts.

Überraschende Fakten über Hypnose

16. Hypnose ist sprachlich mit Schlaf verbunden, aber kein gewöhnlicher Schlaf.

Die Bezeichnung ist bis heute ausgesprochen erfolgreich darin, falsche Erwartungen zu wecken. Hypnose ist vielmehr mit fokussierter Aufmerksamkeit und einer veränderten Wahrnehmung verbunden.

17. Wer in Hypnose ist, bekommt normalerweise weiterhin mit, was geschieht.

Menschen können zuhören, sprechen, denken und sich bewegen. Sie liegen nicht bewusstlos auf einer Liege und werden anschließend mit einer völlig neuen Persönlichkeit wieder eingeschaltet.

18. Der schottische Arzt James Braid trug im 19. Jahrhundert wesentlich dazu bei, Hypnotismus von Mesmers Vorstellung eines „animalischen Magnetismus“ zu lösen.

Braid suchte nach psychologischen und körperlichen Erklärungen, statt eine unsichtbare magnetische Flüssigkeit verantwortlich zu machen. Das war für die damalige Zeit ein bemerkenswert nüchterner Gedanke.

19. Franz Anton Mesmer lebt bis heute in der englischen Sprache weiter.

Das Verb „to mesmerize“ bedeutet, jemanden völlig in den Bann zu ziehen. Von seiner angenommenen magnetischen Kraft ist wenig geblieben, vom Namen dagegen erstaunlich viel.

20. Ein Pendel ist für Hypnose nicht erforderlich.

Es eignet sich hauptsächlich hervorragend als optisches Erkennungszeichen. In einem Film wäre eine ruhige verbale Hypnoseeinleitung vermutlich zu leicht mit einem ausführlichen Gespräch zu verwechseln.

21. Für eine Hypnose müssen die Augen nicht geschlossen sein.

Hypnose kann auch mit geöffneten Augen stattfinden. Geschlossene Augen erleichtern vielen Menschen lediglich die Konzentration auf innere Bilder und Empfindungen.

22. Hypnose muss nicht mit tiefer Entspannung verbunden sein.

Menschen können hypnotisch fokussiert und gleichzeitig körperlich aktiv sein. Entspannung ist häufig angenehm, aber keine zwingende Eintrittskarte.

23. Besonders tiefe Hypnose ist nicht automatisch besonders wirksam.

Die Tiefe einer Trance ist kein Qualitätswettbewerb. Entscheidend ist, ob die Person auf die verwendeten Suggestionen anspricht und ob die Arbeit zum Anliegen passt.

24. Manche Menschen warten während der gesamten Hypnose auf ein spektakuläres Gefühl.

Weil dieses ausbleibt, vermuten sie anschließend, gar nicht hypnotisiert gewesen zu sein. Dabei kann Hypnose erstaunlich unspektakulär wirken.

25. Hypnose nimmt Menschen nicht automatisch die Kontrolle.

Sie können Suggestionen ablehnen, sprechen, ihre Position verändern oder die Sitzung beenden. Wer währenddessen ständig überprüft, ob noch Kontrolle vorhanden ist, demonstriert meistens recht eindrucksvoll, dass sie vorhanden ist.

26. Hypnose ist keine Wahrheitsdroge.

Menschen können sich auch in Hypnose irren, etwas verschweigen, eine Frage missverstehen oder eine Geschichte erfinden. Trance verleiht Aussagen keinen eingebauten Wahrheitsstempel.

27. Das Gedächtnis ist kein Archiv mit lückenlos beschrifteten Videodateien.

Erinnerungen werden rekonstruiert und können sich verändern. Hypnose kann das Vertrauen in eine Erinnerung verstärken, ohne die Erinnerung dadurch zuverlässiger zu machen.

28. Suggestive Fragen können falsche Erinnerungen begünstigen.

Das gilt auch außerhalb der Hypnose. Intensive Imagination und wiederholte Vermutungen können dazu führen, dass sich etwas zunehmend vertraut und schließlich wie eine echte Erinnerung anfühlt.

29. Die Formulierung einer Suggestion ist nicht nebensächlich.

„Du wirst nicht mehr nervös sein“ lenkt die Aufmerksamkeit zunächst auf Nervosität. „Du kannst ruhig und klar bleiben“ gibt dem inneren Erleben eine andere Richtung.

30. Eine hypnotische Suggestion funktioniert nicht wie ein Computerbefehl.

Menschen verarbeiten Sprache, Bilder und Bedeutungen individuell. Derselbe Satz kann bei einer Person ein starkes inneres Bild auslösen und bei einer anderen ungefähr so viel wie die Bedienungsanleitung eines Druckers.

31. Menschen unterscheiden sich darin, wie stark sie auf hypnotische Suggestionen reagieren.

Diese sogenannte Hypnotisierbarkeit hängt unter anderem mit Unterschieden in der Zusammenarbeit bestimmter Gehirnnetzwerke zusammen. Sie ist kein Maß für Intelligenz, Willensstärke oder persönliche Eignung.

32. Forschende können während einer Hypnose veränderte Gehirnaktivität beobachten.

Stanford-Forschende fanden Veränderungen in Bereichen und Netzwerken, die unter anderem mit Aufmerksamkeit, Selbstbeobachtung und der Bewertung wichtiger Reize zusammenhängen. Das macht Hypnose nicht magisch, aber messbar.

33. Hypnose wird besonders intensiv im Zusammenhang mit Schmerzen erforscht.

Metaanalysen kommen insgesamt zu dem Ergebnis, dass Hypnose klinische Schmerzen lindern kann. Wie groß der Effekt ist, hängt unter anderem von der Schmerzart, der Methode und der individuellen Reaktionsfähigkeit ab.

34. Auch rund um Operationen wurde Hypnose in zahlreichen Studien untersucht.

Eine Metaanalyse mit 50 Studien und 4.269 Patient:innen fand positive Effekte unter anderem auf Belastung, Schmerzen, Medikamentenverbrauch und Erholung. Das macht Hypnose zu einer möglichen Ergänzung, nicht zum Ersatz für Narkose oder medizinische Behandlung.

35. Es gibt eine Hypnoseform, die sich ausdrücklich an den Darm richtet.

Die sogenannte darmgerichtete Hypnose wird beim Reizdarmsyndrom untersucht und eingesetzt. Dass jemand beruhigend mit seinem Verdauungssystem arbeitet, klingt zunächst ungewöhnlich, hat aber eine ernst zu nehmende Forschungsgrundlage.

36. Bei der Rauchentwöhnung ist Hypnose kein magischer Ausschalter.

Sie kann Menschen unterstützen. Sie ersetzt aber nicht die Entscheidung, nicht mehr zu rauchen, und auch nicht den Umgang mit Gewohnheiten, Auslösern und Entzug.

37. Auch Selbsthypnose ist Hypnose.

Die Person leitet den Zustand selbst ein und arbeitet mit eigenen Suggestionen oder einer Aufnahme. Die Vorstellung, Hypnose brauche zwingend eine mächtige Person, die Kontrolle über eine andere übernimmt, gehört eher zur Bühnendarstellung.

38. Kaffee macht Hypnose nicht unmöglich.

Ich empfehle trotzdem, unmittelbar vorher darauf zu verzichten. Ein durch Koffein angeregtes Nervensystem kann körperliche Ruhe erschweren. Hypnose und ein dreifacher Espresso sind nicht unbedingt natürliche Verbündete.

Merkwürdigkeiten menschlicher Veränderung

39. Menschen können gleichzeitig Veränderung wollen und sie verhindern.

Das ist kein seltenes Persönlichkeitsproblem, sondern Ambivalenz. Die bisherige Situation hat meistens nicht nur Nachteile, sonst wäre sie vermutlich längst beendet.

40. Ein hinderliches Verhalten kann einen vernünftigen Ursprung haben.

Rückzug, Kontrolle oder übermäßige Anpassung können einmal Schutz geboten haben. Dass ein Muster früher nützlich war, bedeutet allerdings nicht, dass es heute weiterhin das Kommando behalten sollte.

41. Verstehen allein verändert erstaunlich wenig.

Menschen können ihr Verhalten lückenlos erklären und es am nächsten Tag trotzdem wiederholen. Selbsterkenntnis ist wertvoll, aber sie ist noch keine neue Handlung.

42. Veränderung beginnt häufig vor dem Gefühl von Sicherheit.

Viele Menschen warten darauf, sich endlich bereit, mutig oder selbstbewusst zu fühlen. Oft entstehen diese Gefühle jedoch erst, nachdem sie etwas gewagt und bewältigt haben.

43. Eine gute Entscheidung kann sich zunächst schlecht anfühlen.

Wer eine Grenze setzt, eine Beziehung beendet oder eine Aufgabe abgibt, kann gleichzeitig erleichtert und traurig sein. Gefühle stimmen nicht demokratisch über Entscheidungen ab.

44. Zweifel sind kein zuverlässiger Beweis für eine falsche Entscheidung.

Sie können ebenso darauf hinweisen, dass eine Entscheidung wichtig, folgenreich oder nicht vollständig rückgängig zu machen ist.

45. Keine Entscheidung ist ebenfalls eine Entscheidung.

Sie erhält vorläufig den bestehenden Zustand. Das kann klug sein. Neutral ist es trotzdem nicht.

46. Das Bauchgefühl ist hilfreich, aber kein unfehlbares Orakel.

Körperliche Reaktionen enthalten Erfahrungen, Erwartungen und Bewertungen. Sie können eine wichtige Informationsquelle sein, sollten aber nicht automatisch jedes überprüfbare Argument schlagen.

47. Das Tetralemma kennt mehr Möglichkeiten als Ja und Nein.

Neben „das eine“ und „das andere“ betrachtet es auch „beides“, „keines von beidem“ und eine bislang nicht gedachte Möglichkeit. Manche Entscheidungsprobleme brauchen keine bessere Antwort, sondern zunächst eine größere Auswahl.

48. Nicht jedes Ziel lässt sich sinnvoll in Zahlen pressen.

„Ich möchte mich wieder handlungsfähig fühlen“ ist schwerer zu messen als fünf Bewerbungen pro Woche. Es kann trotzdem das wesentlichere Ziel sein.

49. Kleine Veränderungen können große Folgen haben.

Ein abgesagter Termin, ein nicht übernommener Gefallen oder ein erstmals deutlich ausgesprochenes Nein wirken von außen möglicherweise unscheinbar. Für die betreffende Person können sie ein erheblicher Schritt sein.

50. Entwicklung kann bedeuten, weniger zu tun.

Nicht jede Veränderung braucht ein neues Projekt, eine Morgenroutine und ein farbcodiertes Visionboard. Manchmal besteht sie darin, eine Aufgabe abzugeben oder eine Erwartung nicht mehr zu erfüllen.

51. Rückfälle löschen vorherige Fortschritte nicht.

Wer in ein altes Muster zurückfällt, beginnt nicht automatisch wieder bei null. Die Person hat bereits Erfahrungen gesammelt, Auslöser erkannt und möglicherweise schneller bemerkt, was gerade geschieht.

52. Neue Gewohnheiten scheitern selten nur an mangelnder Disziplin.

Auch Umgebung, Belastung, verfügbare Zeit, soziale Erwartungen und alte Routinen mischen kräftig mit. Der menschliche Wille hat Konkurrenz.

Fun Facts über die Lebensmitte und das Älterwerden

53. Die Lebensmitte ist nicht zwangsläufig eine Krise.

Sie kann aber Fragen sichtbar machen, die sich vorher durch Beruf, Familie, Verpflichtungen und Zeitmangel wunderbar vertagen ließen.

54. Älterwerden ist kein persönliches Versagen.

Trotzdem wird es häufig wie ein mangelhaft bearbeitetes Selbstoptimierungsprojekt behandelt. Der Körper soll altern, aber bitte ohne erkennbare Hinweise auf die verstrichene Zeit.

55. Erfahrung schützt nicht vor Unsicherheit.

Sie sorgt aber dafür, dass Menschen einem Umbruch nicht völlig unerfahren gegenüberstehen. Wer bereits Krisen, Abschiede und Neuanfänge bewältigt hat, beginnt nicht wieder bei null.

56. Nicht jede Person möchte sich in der zweiten Lebenshälfte neu erfinden.

Manchmal reicht es, genauer zu prüfen, was noch passt und was nur aus Gewohnheit, Loyalität oder Pflichtgefühl mitgeschleppt wird.

57. Mindful Aging ist kein freundlicheres Wort für Anti-Aging.

Es geht nicht darum, möglichst lange jung auszusehen oder den eigenen Körper für jedes sichtbare Lebensjahr zu tadeln. Es geht um einen aufmerksamen und selbstbestimmten Umgang mit Veränderung.

Fakten aus meiner eigenen Klarplatz-Welt

58. Klarplatz gibt es seit 2020.

Der Name steht für einen Ort, an dem Gedanken sortiert, Entscheidungen geprüft und innere wie äußere Räume geklärt werden können. Ein aufgeräumter Kopf lässt sich allerdings nicht mit einem Staubwedel herstellen.

59. Die Vierhaare sind meine selbst erfundenen Figuren.

Ihr Name ist wörtlich zu nehmen: Sie haben vier Haare. Mit wenigen Strichen können sie Gefühle, Beziehungen, Gedanken und innere Konflikte sichtbar machen.

60. Meine Vierhaarkarten haben keine festgelegte Bedeutung.

Ich teile den Karten nicht zu, dass ein bestimmtes Vierhaar grundsätzlich für Mut, Angst, Freiheit oder die schwierige Beziehung zur Großtante steht. Entscheidend ist, was die betrachtende Person darin erkennt und welche Geschichte gerade entsteht.

61. Es gibt 80 verschiedene Vierhaarkarten.

Sie sind jeweils sieben mal zwölf Zentimeter groß und wohnen gemeinsam in einer Aluminiumdose. Selbst erfundene Figuren brauchen schließlich eine angemessene Unterkunft.

62. Meine eigene Coachingmethode heißt „Essenz und Sein“.

Im ersten Schritt geht es darum, das Wesentliche zu erkennen. Im zweiten darum, wie sich dieses Wesentliche tatsächlich leben lässt. Erkenntnisse ohne Alltagstauglichkeit sammeln sonst gern Staub.

63. Ich habe mehr als 1500 Unterrichtseinheiten im geförderten Coaching durchgeführt.

Dabei ging es unter anderem um berufliche Neuorientierung, Bewerbungen, Selbstvertrauen, Entscheidungen und schwierige Lebenssituationen. Kein Coaching verlief exakt wie ein anderes.

64. In meiner Praxis gibt es keine Showhypnose.

Niemand muss gackern, den eigenen Namen vergessen oder sich zum Vergnügen anderer Menschen lächerlich machen. Meine Arbeit ist deutlich weniger spektakulär und erheblich nützlicher.

65. Hypnose funktioniert nach meiner Erfahrung auch online.

Die hypnotische Wirkung hängt nicht daran, dass zwei Personen im selben Raum sitzen. Eine stabile Verbindung, ein ungestörter Ort und eine gute Vorbereitung sind allerdings hilfreicher als ein wackeliges Handy auf dem Küchentisch.

66. Die Vierhaare können mehrdeutig sein.

Dieselbe Karte kann für eine Person Leichtigkeit zeigen und für eine andere völlige Überforderung. Das Bild bleibt gleich, aber die betrachtende Person bringt ihre eigene Geschichte mit.

67. In meiner Arbeit darf Humor vorkommen.

Nicht, um Probleme kleinzureden. Humor kann Distanz schaffen, Denkbewegung ermöglichen und gelegentlich einen festgefahrenen Gedanken von seinem sehr ernst genommenen Sockel schubsen.

Aus den geplanten 60 Fakten sind während des Schreibens 67 geworden. Das ist vermutlich ebenfalls ein Fun Fact über mich: Wenn ich mich erst einmal in ein Thema vertieft habe, halte ich mich nicht zuverlässig an die ursprünglich vorgesehene Menge.

Über die verlinkten Begriffe findest du vertiefende Artikel zu Coaching, Hypnose, Mindful Aging und den Vierhaaren. Folge einfach dem Thema, an dem du gerade hängen geblieben bist.

Hier kurz und offiziell: Über Claudia Stellmacher-Köthe

Claudia Stellmacher-Köthe ist Diplom-Pädagogin, Coachin und Hypnose-Spezialistin. Sie betreibt seit 2020 die Praxis Klarplatz in Hannover. Ihr Schwerpunkt liegt auf sinnorientiertem Coaching, Hypnose und der Arbeit mit inneren Widerständen, strukturiert, zugewandt und ohne Heilsversprechen. In ihrem Blog schreibt sie über Coaching, Hypnose und das, was Menschen wirklich bewegt. 2024 erschien ihr Buch Einfacher wird es nicht (aber vielleicht schöner), mit kurzen Geschichten, alltagstauglichen Impulsen und ihren handgezeichneten Vierhaar®-Figuren.