Der Juli war für mich ein erstaunlich entspannter Monat. Nicht etwa, weil gar nichts los gewesen wäre. Im Gegenteil. Beruflich wurde eine wichtige Entscheidung getroffen, Trudi musste zwei Tage in der Tierärztlichen Hochschule bleiben, und nebenbei habe ich einiges erledigt, was schon länger auf meiner Liste stand. Trotzdem fühlte sich dieser Monat leicht an. Vielleicht auch deshalb, weil ich zum ersten Mal seit Langem nicht das Gefühl hatte, ständig einem vollen Kalender hinterherzulaufen.
Meine letzten Coachings und ein vorzeitiger Ferienbeginn
Im ersten Drittel des Monats fanden meine vorerst letzten Coachings für die WBS statt. Danach begann für mich eine Art vorgezogene Ferienzeit. Fast zwei Wochen ohne feste berufliche Termine lagen plötzlich vor mir.
Ich habe diese Zeit natürlich nicht damit verbracht, untätig auf dem Sofa zu liegen. Stattdessen habe ich zu Hause all die Dinge erledigt, die sich im laufenden Betrieb gern ansammeln. Ich habe sortiert, organisiert und sogar die Fenster geputzt. Wer mich kennt, weiß: Das ist durchaus eine Erwähnung im Monatsrückblick wert.
Die Tage waren gefüllt, aber nicht gehetzt. Ich habe eigentlich jeden Tag etwas gemacht und mich trotzdem gefragt, wo die Zeit geblieben ist. Offenbar vergeht sie auch dann schnell, wenn kein Termin den nächsten jagt.

Hier wird gearbeitet und gebloggt, online gecoacht und manchmal wird hier auch über Entscheidungen gebrütet.
Zwei Möglichkeiten und keine einfache Entscheidung
Beruflich war der Juli spannender, als es mein entspanntes Monatsgefühl vermuten lässt. Ich hatte eine Hospitation bei einem anderen Bildungsträger, bei dem ich mich auf eine feste Stelle beworben hatte. Gleichzeitig bekam ich von der WBS ebenfalls ein Angebot für eine Festanstellung.
Das Problem war nicht, dass mich keine der beiden Möglichkeiten überzeugte. Das Problem war, dass beide ihre guten Seiten hatten. Ich steckte damit in einem echten Dilemma.
Also tat ich, was ein Coaching-Profi in einer solchen Situation offenbar tut: Ich coachte mich selbst. Mithilfe einer Tetralemma-Sitzung betrachtete ich nicht nur die beiden naheliegenden Möglichkeiten, sondern auch das Dazwischen, das Weder-noch und die Perspektiven, die zunächst gar nicht sichtbar waren.
Am Ende entschied ich mich für die WBS.
Noch liegt mir der Vertrag nicht vor. Und weil man bekanntlich nicht über ungelegte Eier gackern soll, beschränke ich mich an dieser Stelle auf ein vorsichtiges: Ich bin sehr gespannt.
Ein wenig bereite ich mich bereits auf meine neue Aufgabe vor. Dafür fehlen mir allerdings noch einige Zugänge und Informationen. Ich hoffe, dass sich das bald klärt. Bis dahin bleibt mir immerhin genügend Zeit, mich gedanklich auf den neuen beruflichen Rahmen einzustellen.
Coaching funktioniert. Auch bei Coachinnen
Ein besonderes Highlight waren zwei Coachingsitzungen mit meiner Coachin und Blogger-Kollegin Silke.
Natürlich weiß ich, dass Coaching funktioniert. Schließlich ist es seit Jahren ein wesentlicher Teil meiner Arbeit. Trotzdem ist es etwas anderes, wieder einmal selbst auf der anderen Seite zu sitzen.
Ich habe dabei erneut gemerkt, wie entspannend und angenehm es sein kann, die eigene Situation mit einem anderen Menschen zu sortieren. Jemand hört zu, stellt kluge Fragen, hakt an den richtigen Stellen nach und hilft dabei, Gedanken weiterzuführen, die allein vielleicht im Kreis gelaufen wären.
Es braucht nicht immer sofort eine fertige Lösung. Manchmal entsteht schon viel dadurch, dass Gedanken ausgesprochen, gespiegelt und aus einer anderen Perspektive betrachtet werden. Und manchmal kommt man dabei erstaunlich tief in die eigene Reflexion hinein.
Meine fachlich vollkommen überraschende Erkenntnis des Monats lautet daher: Coaching ist klasse. Und es funktioniert.

Zwei Tage Tierärztliche Hochschule
Ein deutliches Lowlight war Trudis Aufenthalt in der Tierärztlichen Hochschule. Sie hatte eine heftige Magen-Darm-Geschichte und sehr hohes Fieber. Zum Glück wurde sie dort schnell aufgenommen und gründlich versorgt.
Auch wenn sie nur zwei Tage bleiben musste, waren diese beiden Tage natürlich belastend. Wer ein Tier schon einmal stationär in einer Klinik lassen musste, weiß, wie seltsam leer es sich zu Hause anfühlt und wie schnell sich die Gedanken verselbstständigen.
Umso erleichterter war ich, als Trudi schon nach zwei Tagen wieder nach Hause durfte. Sie war munter, hatte Appetit und machte insgesamt einen deutlich besseren Eindruck.
Ihr kleiner Plüschpopo wurde durch diesen Aufenthalt allerdings noch ein wenig mehr vergoldet. Es ist wirklich unglaublich, welche Summen selbst in vergleichsweise kurzer Zeit zusammenkommen können. Aber sie ist wieder da, es geht ihr gut, und genau das zählt.

Unwetter über Hannover
Am 13. Juli zog ein heftiges Unwetter über Hannover. Stunden vorher war der Himmel noch blau gewesen, und nichts hatte darauf hingedeutet, wie viel Wasser in so kurzer Zeit herunterkommen würde. Ich kann mich nicht erinnern, schon einmal erlebt zu haben, dass es so schnell so unglaublich stark geregnet hat.
Gegen elf Uhr abends riefen unsere Nachbarn an und fragten, ob wir eine Pumpe hätten. Hatten wir zum Glück. Also standen wir wenig später im Keller und pumpten Wasser ab. Bis ungefähr halb eins waren wir beschäftigt.
Wir waren damit nicht allein. In unserer Straße liefen zahlreiche Keller voll, und auch aus anderen Teilen Hannovers kamen Berichte über massive Überflutungen. Innerhalb kürzester Zeit waren Straßen und Keller voller Wasser. Was am Nachmittag noch nach einem ganz normalen Sommertag ausgesehen hatte, wurde am späten Abend für viele Menschen zu einer ziemlich dramatischen Angelegenheit.
Ich war vor allem froh, dass wir die nötige Ausrüstung im Haus hatten und direkt helfen konnten. Seitdem weiß ich die Pumpe noch etwas mehr zu schätzen.

Was sonst noch los war
Für die Gemeinschaft Kirchroder Kaufleute habe ich im Juli ebenfalls einiges gemacht. Texte geschrieben, Themen gesucht und mich um die nächsten Veröffentlichungen gekümmert. Vieles davon läuft nebenher, frisst aber zuverlässig Zeit.
Ansonsten war der Monat tatsächlich angenehm. Ich hatte keinen vollgestopften Kalender, habe zu Hause einiges erledigt und mich langsam auf meine mögliche neue Aufgabe vorbereitet. Die Tage waren trotzdem erstaunlich schnell vorbei. Ich war den ganzen Tag beschäftigt und konnte abends oft nicht genau sagen, womit eigentlich.
Immerhin sind die Fenster sauber.
Im Juli gebloggt
Auch auf dem Blog war im Juli einiges los:
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Monatsrückblick Juni 2026: Noch einmal vor einem neuen Kapitel?
Darin ging es um meine berufliche Neuorientierung, die Frage nach Sicherheit und Selbstständigkeit und darum, ob eine Veränderung wirklich ein Aufgeben ist. -
40+ Dinge, die ich gern früher gewusst hätte
Eine persönliche Sammlung von Erkenntnissen, die sich erst im Laufe der Jahre zusammengesetzt haben. Manche tiefgründig, manche eher praktisch und einige mit dem deutlichen Hinweis: Ich muss wirklich nicht jedes Buch kaufen, das mir empfohlen wird. -
12 von 12 im Juli 2026: Die Viel-mit-Pflanzen-Edition
Zwölf Bilder aus einem ziemlich grünen Julitag. -
„Ich weiß nicht, was ich will.“ Und was ich als Coachin dann mache
Ein Blick darauf, wie ich im Coaching mit Menschen arbeite, die keine klare Antwort auf die Frage haben, was sie eigentlich wollen. -
Gedankenarabeske #6: Psychologisierung der Welt
Über Therapiesprache im Alltag, vorschnelle Etiketten und die Frage, ob ein schlechter Tag nicht manchmal einfach nur ein schlechter Tag sein darf.
Vorschau auf den August
Im August geht es weiter mit neuen Terminen, offenen Fragen und wahrscheinlich wieder ein paar Themen, die jetzt noch gar nicht auf dem Zettel stehen.
Was schon absehbar ist:
- Ferien an der Nordsee
- Eine neue Arbeit
- Der kleine Sohn schließt sein Studium ab
- Der große Sohn beginnt eine komplett neue Ausbildung
Mein kleines Buch „Einfacher wird es nicht (aber vielleicht schöner)“ ist ein Herzensprojekt – voller humorvoller Gedanken und mit ganz vielen Vierhaaren, die mit ihren Impulsen zur Leichtigkeit im Alltag anregen. Wenn Du neugierig bist, wie die kleinen Dinge manchmal große Veränderungen bringen, schau gerne rein! Hier ist die Geschichte hinter dem Buch.







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