Jahresrückblick 2023, das Jahr ist fast vorbei und ich frage mich jeden Tag, wo es hingegangen ist, dieses Jahr.
Nun ist Zeit für mich, einen Jahresrückblick zu schreiben – eine Premiere und das mit 56 Jahren! – so spannend, die ganzen Entwicklungen, Ideen und Wünsche, die so ein Jahr mit sich bringt, noch einmal zu reflektieren und zu analysieren.

Ich bin total dankbar, dass ich das in Form einer Challenge mache (oh, wie ich es schräg finde, dass heute alles nur noch in Challenges möglich zu sein scheint) und mit diesem Projekt nicht alleine bin, sondern mit ganz vielen anderen, tollen Frauen, heute gemeinsam einen Rückblick veröffentlichen werde. Die Struktur hat uns die Sympatexterin Judith Peters gegeben, die auch diese schöne Aktion ins Leben gerufen hat und mir vielleicht die Tür für eine neue Karriere, nämlich die als Bloggerin aufgestoßen hat – wie herrlich, dass ich so eine realistische Selbsteinschätzung habe, aber auf dem Grabstein von Kurt Schwitters, dem berühmten Dadaisten, steht ja auch „Man kann ja nie wissen!“.

So blicke ich auf ein Jahr zurück, dass erst durch die genaue Betrachtung zu einem besonderen Jahr geworden ist und verdient hat, in einem Jahresrückblick gewürdigt zu werden.

Rückblick auf meine eigenen 2023-Ziele

Was habe ich mir Ende 2022 für 2023 vorgenommen? Und wie ist es gelaufen?

  • Ziel 1: Mehr Leichtigkeit ins Leben holen!
    Fazit: Bedingt gelungen, eher mehr Lässigkeit, das tut auch ganz gut.
  • Ziel 2: Viele Vierhaare in die Welt bringen!
    Fazit: Mittlerweile gibt es eine neue Edition der Vierhaare, auch wieder als Bildkarten zum Coaching.
  • Ziel 3: Jeden Monat mindestens ein Fachbuch lesen!
    Fazit: Leider bin ich meinen an mich selbst gesetzten Erwartungen nicht ganz gerecht geworden.
  • Ziel 4: Hypnose erlernen und anwenden können!
    Fazit: Das ist mein liebstes Ziel und es ist mir gelungen.

Vier Themen, die mich dieses Jahr sehr beschäftigt haben

Lernen, was mir Spaß macht

Hypnose fand ich immer schon toll und auch ein bisschen aufregend. Im Rahmen meiner Coachingausbildung tauchte sie plötzlich auf, ein wenig beiläufig, als Option, Ruhe und Fokus zu bringen. Neben den ganzen spannenden Inhalten geriet die Hypnose ein wenig in den Hintergund, andere Themen lagen mir mehr am Herzen.
Ende letzten Jahres habe ich dann beschlossen, dass 2023 das richtige Jahr ist, um ganz ins Thema einzutauchen. Viel Theorie und noch mehr Praxis später fühlte ich mich sicher genug, um mit richtig echten Menschen zu arbeiten.

Zeichnung von zwei kleinen Menschen mit 4 Haaren, die sich gegenüber sitzen. einer ist hypnotisiert.

Vierhaare bei der Hypnose

Mir wurde immer mehr die Vielschichtigkeit der Hypnose bewußt und je mehr ich in das Thema eingearbeitet habe, desto spannender fand ich die Möglichkeiten, die Hypnose im Coaching bietet.

Das Allerschönste für mich ist es aber auch, selbst hypnotisiert zu werden, in diesen Zustand abzugleiten, der sich irgendwo zwischen wach und kristallklar und ganz tief entspannt und ganz weit weg befindet. Die Bilder, die auftauchen, die Ideen, die freigesetzt werden sind verblüffend. Ich habe viele Übungssequenzen damit verwendet, mich mit meinem Buchprojekt auseinanderzusetzen, ein Thema, das mich enorm unter Druck gesetzt hat. Und plötzlich tauchte die Leichtigkeit auf, die ich mir die ganze Zeit gewünscht hatte und das Bewußtsein, mir viel mehr Freiheit nehmen zu können, als ich sie mir ursprünglich zugestehen wollte. Dazu aber unten mehr.

Was habe ich mit den vielen Stunden Weiterbildung angefangen? Üben, üben, üben. Zum Glück ist mein Umfeld meistens genauso experimentierfreudig wie ich und so konnte ich das Erlernte verfestigen, soweit, dass ich es für KlientInnen anbieten konnte. Es entstand ein weiterer Raum in meiner Praxis, in dem die Hypnosesitzungen stattfinden, ganz heimelig und ganz gemütlich mit einem großartigen Ohrensessel (so einen wollte ich eigentlich schon immer haben). Insbesondere die Tiefenentspannung ist auf richtig gute Resonanz gestoßen und es macht mich so fröhlich, in die entspannten und oftmals irgendwie ein bisschen überraschten Nach-Hypnose-Gesichter zu schauen.
Leider bemerke ich immer wieder, wie tief die Vorurteile gegenüber der Hypnose sind und wieviel Aufklärungsarbeit ich noch leisten darf. Dabei werden alle Klischees bedient, von alten Krimiklassikern bis zur Hollywood-Bühnenshow. Oftmals spüre ich auch neben der Erleichterung und der Verwunderung ein kleines bisschen Enttäuschung, wenn die Hypnose gar nicht so spektakulär gewesen ist wie vermutet, sondern ganz sanft und leichtfüßig daher gekommen ist.

Warum mein Buch noch nicht fertig ist.

Du musst bekloppt sein, habe ich mir gedacht, als ich mich für den Autorinnenkurs bei Ulrike Scheuermann angemeldet habe. Februar scheint bei mir der Monat zu sein, in dem ich unbedingt etwas Neues starten möchte. Das war die letzten drei Jahre so und spätestens im März zweifele ich an meinem Verstand und frage mich, warum ich es nicht einfach mal gut sein lassen kann. Ein weiterer Vorsatz für 2024: „Keine großen neuen Projekte anleiern!“
Mein Mann hat den ganz klaren Auftrag, mich abzuhalten, sobald ich etwas vorhabe, was auch nur entfernt nach einem neuen Großprojekt aussieht.

Für 2023 war es allerdings zu spät, der Autorinnenkurs war gebucht – ich bin gerne spontan – das Thema war grob umrissen und der Wunsch ein Buch zu schreiben, waberte seit der Grundschulzeit irgendwo in meinem Kopf herum. Als es dann allerdings ernst wurde, habe ich ganz schnell Angst vor meinem eigenen Mut bekommen und das ganze Projekt erschien mir höher als der Mount Everest. Durch regen Austausch und die Begleitung in der Autorinnenausbildung konnte ich dann mein Thema herausarbeiten. Aus der ursprünglichen Idee, ein Buch über den Renteneintritt zu schreiben wurde, auch dank Hypnose, das Konzept eines kleinen Lebensbegleiterbuches voll mit Vierhaaren.

Zeichnung von einem kleinen Menschen mit 4 Haaren, der seinen Tee ziehen lässt.

Abwarten und Tee trinken, es kommt eh anders.

So habe ich dann einige Texte vor mich hingeschrieben und dann ist es irgendwie nicht mehr weitergegangen. Das Gerüst stand, ein Exposee war geschrieben, das Probekapitel gegengelesen und mit einem Mal war die Luft, trotz guter Kritik, total raus.

Imposter-Syndrom, innere Kritikerin, alles was einen kreativen Prozess behindert, hat sich lautstark gemeldet. Ein Happy End gibt es bis heute nicht, auch wenn der Kurs abgeschlossen ist und viele wunderbare neue Vierhaare darauf warten, in die Welt zu gehen.

Vergeblich war die ganze Aktion dennoch nicht, denn ich habe gelernt, geduldiger mit mir selbst zu sein und mir auch mal einzugestehen, dass ich mich ein wenig übernommen habe. Und wenn es das Buch nicht geben wird, so werden vielleicht Auszüge daraus hier als Blogartikel erscheinen. Das stimmt mich versöhnlich, denn es wäre schon schade, wenn die ganzen Gedanken und Ideen auf meinem PC versauern würden.

Leben auf der Überholspur geht nur ohne Gegenverkehr!

August, Ferienzeit, ganz viel Regen, keine Lust zu Lesen und das Gefühl nach ein wenig Schabernak.
Da gibt es doch schon seit längerem den brachliegenden Instagram Account! Und es gibt doch diese gruseligen Motivationssprücheklopfer, die mit ganz viel Pathos und ganz wenig Inhalt.
Das kannst du genauso, hab ich mir gedacht. Vielleicht sogar noch besser oder wenigstens anders, so dass gleich klar ist, dass ich das, was da in Form einer wunderbaren Affirmation ankommt und ein tolles Hintergrundbild hat, nicht so ernst gemeint sein kann. Damit auch wirklich keine Missverständnisse entstehen, gibt es im Profil die Erklärung dazu geliefert, „Sinnarme Sinnsprüche für jeden Tag“.

Das Ganze geht nun seit über 100 Tagen täglich an den Start und ist morgens eine meiner ersten Handlungen geworden. Ein Bild, ein Spruch, eine passende Musik und zack, in die Welt geworfen.
Leider hat sich der große Erfolg noch nicht einstellen wollen, die Resonanz ist wirklich enttäuschend, was aber meinen Spaß an der Sache nicht mindert.
Dennoch hat mir die Seite mit dem wunderbaren Namen „von_ganzem_herzen“ und der Narrenfreiheit, die ich mir selbst erlaube, ganz viel Möglichkeit zum Üben und Lernen gegeben, wie zum Beispiel das schnelle Erstellen von einfachen Reels, die interessante Umsetzung von Beiträgen in der Story oder das tiefergehende Editieren von Fotos.

Manchmal fallen mir zum größten Unsinn noch tiefgehende Gedanken ein, so dass mich das Schreiben dieser täglichen Inspiration oft zum Reflektieren anregt, was meiner Worte-auf-die-Goldwaage-Legerinnen-Mentalität sehr entgegenkommt.

Und so möchte ich dieses kleine Ritual, was mich seit Monaten morgens begleitet, gar nicht mehr missen, wobei ich nach wie vor darauf warte, dass irgendjemand endlich mal kommentiert, was das denn für ein Blödsinn sein soll und ich ganz cool kontere: „Ich habe auch nie etwas anderes behauptet!“
Aber so, wie die Seite stagniert, wird das nicht passieren. Zum Glück freut sich mein Mann eigentlich jeden Tag über meinen Unsinn und das macht mir wiederum Spaß, also wird es von_ganzem_herzen noch ein wenig weiter geben und mich jeden Tag auf die Probe stellen, etwas Unsinniges zu schreiben, in dem sich vielleicht doch ein ganz bisschen Sinn versteckt oder eben auch nicht.

Getreu dem Motto:“Wenn das Laub unter deinen Füßen raschelt, ist es egal, von welchem Baum es gefallen ist.“

Loslassen üben und Veränderungen akzeptieren

Loslassen üben war dieses Jahr ein großes Thema für mich, begleiten tut es mich allerdings schon über Jahre immer wieder.

Sohn und Mutter vor einer Ausgrabungsstelle in Zypern

Sohn und Mutter in Zypern

Loslassen als Mutter, als der Sohn quasi ohne „richtigen“ Abschied aus dem Skiurlaub seine neue Stelle in Zypern angetreten hat und ich genau weiß, dass er weiter die Welt bereisen wird und sein Aufenthalt in Hannover immer nur eine Stippvisite darstellen wird.
Zum Glück bin ich geübt, es ist nicht die erste Stelle im Ausland, die er antritt und für mich ergeben sich daraus immer wieder schicke Urlaubsziele. Außerdem ist es wirklich schön zu sehen, wie die „Kinder“, sind ja gar keine mehr, in die Welt ziehen, ihre Ziele verfolgen und das machen, was sie inspiriert. Dennoch bleibt immer ein Hauch von Wehmut und auch mit WhatsApp-Calls geht das Vermissen nicht ganz weg. Der nächste Abschied steht auch schon wieder unmittelbar ins Haus, am 20.12. geht es zur nächsten Stelle nach Marokko.

Ein sehr effektives Loslassen üben habe ich mit meinen Kolleginnen aus dem Coworking gemacht, wir haben den November dazu genutzt, um auszumisten. Am ersten November ein Teil, am 2. zwei Teile und so weiter. Insgesamt sind wir so auf eine stolze Zahl von jeweils 465 Teilen gekommen, individiuell waren es noch deutlich mehr. Mit den aussortierten Gegenständen wurden nach Möglichkeit noch andere glücklich gemacht, viele Knöpfe gingen an eine Grundschule zum Basteln. Das Thema Aussortieren begleitet mich wirklich schon sehr lange. Ich bin mit sammelnden Eltern großgeworden und so wurde immer mehr ins Haus hineingetragen als hinausgebracht. Da ich dieses Haus immer noch bewohne, gibt es noch Altlasten, auch wenn meine Eltern schon lange nicht mehr sind.

Weißer Zwergpudel auf einer Bank vor blauem Himmel

Meine Pucki

Leider ist dass Thema loslassen üben für dieses Jahr noch nicht abgeschlossen, denn es ist absehbar, dass ich meine Hündin gehen lassen werden muss, da sie an Krebs erkrankt ist. Sie hat ein stolzes Alter und als Tierheimentdeckung hatte und hat sie sicher eine richtig gute Zeit bei uns – und wir mit ihr.
Dennoch ist dieser Weg derjenige, vor dem ich mich ganz furchtbar grusele, denn ich habe dieses Prozedere schon 2022 einmal machen müssen. Im Moment freue ich mich, dass ich die Pucki leise neben meinem Schreibtisch atmen höre und hoffe, dass sie noch lange stabil und fröhlich bleibt.

Ein anderes Thema, das mich über Monate begleitet hat, war die Arbeit als Freelancerin für eine Beratungsfirma. Für mich stellte sich die Frage, wie lange ich einem Unternehmen die Treue halten möchte, wenn ich doch schon längst das Gefühl habe, dass es nicht gut läuft. Für mich eher untypisch habe ich relativ zeitnah die Konsequenzen gezogen und bin ohne Plan B gegangen, der zum Glück unmittelbar nach meiner Entscheidung zu gehen, auf wunderbare Weise aufploppte.

Mittlerweile arbeite ich für einen anderes Unternehmen und freue mich, dass meine Expertise dort angenommen und geschätzt wird.


Meine liebsten eigenen Blogartikel des Jahres

  • Blogartikel 1: Hypnose im Coaching? Über Sinn und Wirkweise von Hypnose im Coaching, über das Aufräumen von Vorurteilen.
  • Blogartikel 2: Gewichtsreduktion und Rauchentwöhnung mit Hypnose
    Vorstellung von 2 ganz großen Themen in der Arbeit mit Hypnose
  • Blogartikel 3: Mindful Aging Ganz frisch, zum Thema bewusstes Älterwerden, mit Buchtipp
  • Blogartikel 4: Das ist einer von den vielen, die noch in meinem Kopf herumspuken. Nächstes Jahr darf er raus, vielleicht ist es dann der erste von meinen Lieblingsblogartikeln 2024.

Mein Jahr 2023 in Zahlen

klarplatz_Coaching auf Instagram

  • neue Vierhaare: 117 Stück

Viele Vierhaare

  • Tattoo: erstes Tattoo
Bild einer Tättowierung einer Zeichnung eines kleinen Menschen mit vier Haaren mit Flügeln

Ein Vierhaargeflügel, dass mich an die Leichtigkeit erinnert.

  • Fortbildungsstunden in Präsenz: 127

Nachweis für die Yager Code Ausbildung

Hypnose-Coach Logo

  • Gestreamte Songs bei Spotify: 1203 Songs

Lieblingssong: Bad Desire von Dead Rose

  • Im November aussortierte Teile: >465

Viele Knöpfe zum Basteln

  • Stunden im Coworking: >400

Die Coworkinggruppe mit 7 Frauen ist aus der Ausbildung zum Sinncoach 2022 hervorgegangen


Was 2023 sonst noch los war

Immer wieder Tulpenliebe, jedes Jahr!

Finde ich immer wieder inspirierend.

Hier bin ich glücklich!

Mein wunderbarer neuer Hypnoseraum mit dem weltbequemsten Ohresessel.

Meine liebste Begleitung

Lieber Tee als Kaffee.

Influencerfeeling in Zypern


Meine Ziele für 2024

  • Ziel 1: ein Fachbuch im Monat lesen.
  • Ziel 2: mein Buchprojekt abschließen/modifizieren
  • Ziel 3: 1-2 Workshops konziperen unter dem Motto „Raum geben“
  • Ziel 4: Eine Reise nach Marokko
  • Ziel 5: Noch mehr coachen.

Beim Schreiben habe ich nochmal grundsätzlich über das Thema Ziele nachgedacht. Ich bin keine Freundin von Commitments, sondern eher so ein Gelegenheitstrüffelschweinchen. Deshalb lasse ich mich lieber treiben, als mich in ein Korsett zu pressen, was mich einschränkt. Also sind meine Ziele gar keine echten Ziele, es sind Ideen, denen ich gerne nachgehen möchte. Wer weiß, was kommt? Oder um den Bogen zurück nach oben zu schlagen:“Man kann ja nie wissen!“

  • Mein Motto für 2024: Keep on moving!

Das kleine Geflügel, das sich voller Leichtigkeit immer weiter bewegt.