Valentinstag im Klarplatz
Heute ist Valentinstag. Und ich schreibe wieder einen Liebesbrief. Nicht an eine Person, sondern an meine Arbeit.
Vor ein paar Tagen kam eine Teilnehmerin aus einem Gruppencoaching noch einmal zu mir. Sie erzählte, dass ein kleiner Impuls aus einer früheren Sitzung sie weiter begleitet hat. Damals ging es um eine Situation, die sie immer wieder aus der Bahn geworfen hat. Gleiche Dynamik, gleiche Reaktion. Im Coaching haben wir uns diese Situation angeschaut. Nicht, um zu sagen, wie sie es besser machen kann. Sondern um genauer hinzusehen. Was passiert da eigentlich? Welche Gedanken laufen im Hintergrund? Welche Möglichkeiten gibt es, die bisher keinen Raum hatten? Jetzt tauchte die Situation wieder auf. Und sie hat anders reagiert als früher. Nicht, weil ich ihr eine Lösung gegeben habe. Sondern, weil sich ihr Blick verändert hatte. Und mit dem Blick auch ihr Verhalten.
Genau das ist für mich Coaching.
Ich biete einen Raum an, in dem Menschen sich öffnen können. In dem sie Gedanken aussprechen dürfen, die sie sonst vielleicht zurückhalten. In dem sie ihre eigenen Perspektiven überprüfen und erweitern können. Ich gebe keine Antworten vor. Ich gebe Impulse. Manchmal ist es nur eine Frage. Manchmal ein Gedanke, der hängen bleibt. Und irgendwann wirkt genau dieser Gedanke im Alltag weiter.
Veränderung entsteht nicht im Gespräch allein. Sie zeigt sich später. Wenn jemand in einer vertrauten Situation merkt: Ich kann auch anders reagieren.
Was mir wirklich etwas bedeutet, ist das Vertrauen, mit dem Menschen zu mir kommen. Sie bringen ihre Themen mit, ihre Unsicherheiten, ihre inneren Konflikte. Das ist nichts, was man leichtfertig behandelt. Es ist kostbar.
Mein Ziel ist kein schneller Effekt und keine fertige Lösung. Mein Ziel ist ein klarer Raum, in dem Entwicklung möglich wird.
Vielleicht ist Valentinstag ein guter Moment, das einmal auszusprechen:
Ich liebe diese Arbeit, weil ich miterleben darf, wie Menschen ihre eigenen Antworten finden. Und weil sie mir zutrauen, diesen Prozess professionell zu begleiten.
„Einfacher wird es nicht (aber vielleicht schöner)“ ist ein Buch mit Gedanken aus dem echten Leben – pointiert, manchmal schräg, manchmal ernst. Und natürlich mit den Vierhaaren, die das alles aufs Wesentliche runterbrechen. Es geht um das, was uns beschäftigt, ohne dass wir immer drüber sprechen. Um Alltag, Zweifel und die Frage, wie man dem Leben mit ein bisschen mehr Klarheit begegnet.
Wenn dich interessiert, wie das Buch entstanden ist – ganz ohne Plan, aber mit viel Sturheit – dann kommt hier die Geschichte dahinter: Einfacher wird es nicht (aber vielleicht schöner): Wie mein Skript den Weg aus der Schublade fand – und nicht zurückdurfte



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