Vierhaar-Illustration zum Thema bewusste Kontinuität und Haltung im Business 2026.

Der Jahresanfang verleitet dazu, alles neu denken zu wollen. Neue Ziele, neue Routinen, neue Versprechen.
Für mich fühlt sich 2026 anders an. Nicht nach Aufbruch, sondern nach Bestätigung. Mit dem Wissen um das, was sich bewährt hat und somit bleiben darf. Also beschreibe ich hier keine Neuerfindungen für 2026, sondern eine bewusste Fortsetzung dessen, was sich im letzten Jahr gut und passend angefühlt hat.

1. Ich bleibe bei meiner Art zu arbeiten; ruhig, klar, ohne Druck

Ich arbeite weiterhin nicht taktend, nicht pushend, nicht mit schnellen Lösungen.

Warum:
Tiefe Veränderung entsteht nicht durch Tempo, sondern durch Verlässlichkeit. Menschen kommen zu mir, weil sie Raum brauchen, nicht Beschleunigung.

Was bleibt:
Ein klarer Rahmen, ausreichend Zeit und die Bereitschaft, Prozesse nicht für andere zu übernehmen.

2. Ich bleibe bei meiner integrativen Arbeitsweise

Ich arbeite auch 2026 nicht entweder/oder, sondern situationsangemessen.

Warum:
Coaching ohne innere Arbeit bleibt oft an der Oberfläche. Hypnose ohne Einordnung und Integration bleibt unverbunden. In der Praxis greifen beide Ebenen ineinander, nicht als Methodensammlung, sondern als sinnvoller Prozess.

Was bleibt:
Der bewusste Einsatz hypnotischer Elemente im Coaching und begleitende Gespräche in der Hypnose. Ohne künstliche Trennlinien.

Vielleicht ist das Unaufgeregteste, was man zu Beginn eines neuen Jahres tun kann, nichts neu zu erfinden. Sondern ernst zu nehmen, was sich im Alltag bewährt hat und genau dort weiterzuarbeiten.

3. Ich arbeite weiter ohne „höher, schneller, weiter“-Narrativ

Mein Business muss nicht skalieren, um Substanz zu haben.

Warum:
Qualität entsteht nicht durch Wachstum, sondern durch Passung. Ich will arbeiten können, ohne mich selbst ständig zu überholen.

Was bleibt:
Kein Zwang zu Onlinekursen, Funnels oder Dauer-Sichtbarkeit. Entscheidungen von Fall zu Fall.

4. Ich bleibe bei meiner Haltung zur Sichtbarkeit: präsent, aber nicht permanent

Ich bin sichtbar, wenn ich etwas zu sagen habe. Nicht, weil ein Kalender es vorgibt.

Warum:
Inhalte verlieren an Wert, wenn sie nur produziert werden, um da zu sein. Ich schreibe weiterhin aus Freude am Schreiben, nicht aus Pflichtgefühl.

Was bleibt:
Blog, Newsletter und punktuelle Social-Media-Präsenz in meinem Tempo.

5. Ich bleibe bei meinem Fokus auf Beziehung statt Methode

Werkzeuge sind wichtig. Beziehung ist entscheidend.

Warum:
Veränderung entsteht nicht durch das richtige Tool, sondern durch einen tragfähigen Kontakt. Das gilt im Coaching wie in der Hypnose.

Was bleibt:
Zeit, Aufmerksamkeit und echtes Interesse am Gegenüber – ohne Abkürzungen.

Kleine Verschiebungen, die 2026 spürbar werden

Auch wenn sich die Richtung nicht ändert, verlagert sich manches.

Weniger Rechtfertigung, mehr Setzung

Ich erkläre meine Arbeit weiterhin transparent. Was sich verschiebt, ist der Bedarf, Entscheidungen abzusichern. Nicht jede Grenze braucht eine Begründung. Manche dürfen gelten, weil sie sich bewährt haben.

Frühere Klärung der Arbeitsbereitschaft

Ich prüfe früher, ob jemand wirklich arbeiten will oder noch Orientierung sucht. Beides ist legitim, aber nicht beides passt in denselben Rahmen. Diese Klarheit macht Zusammenarbeit leichter.

Mehr Vertrauen, weniger Nachschärfen

Ich lasse Prozesse früher stehen, wenn sie rund sind. Nicht alles muss weitergeführt werden, nur weil es noch ginge. Vertrauen ersetzt hier Kontrolle.

Vielleicht ist das auch für dich gerade eine gute Frage:
Was muss nicht neu werden?

Claudia Stellmacher-Köthe, Coachin und Hypnose-Spezialistin

„Einfacher wird es nicht (aber vielleicht schöner)“ ist ein Buch mit Gedanken aus dem echten Leben – pointiert, manchmal schräg, manchmal ernst. Und natürlich mit den Vierhaaren, die das alles aufs Wesentliche runterbrechen. Es geht um das, was uns beschäftigt, ohne dass wir immer drüber sprechen. Um Alltag, Zweifel und die Frage, wie man dem Leben mit ein bisschen mehr Klarheit begegnet.

Wenn dich interessiert, wie das Buch entstanden ist – ganz ohne Plan, aber mit viel Sturheit – dann kommt hier die Geschichte dahinter: Einfacher wird es nicht (aber vielleicht schöner): Wie mein Skript den Weg aus der Schublade fand – und nicht zurückdurfte

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